SNOWBOARD BOOD GUIDE

SNOWBOARD BOOD GUIDE

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WIE SIEHT DER RICHTIGE SNOWBOARD-BOOT AUS?

Der Snowboard-Boot soll dir vor allem genügend Halt auf dem Snowboard verschaffen und Deine Füße vor den kalten Temperaturen schützen. Deshalb ist er fester gebaut als ein gewöhnlicher Stiefel oder Straßenschuh.

Nur im richtigen Snowboard-Boot macht das Boarden wirklich Spaß. Welchen du genau brauchst, kommt dabei auf viele Faktoren an. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, worauf du bei Deiner Kaufentscheidung achten solltest, damit du den perfekten Snowboard-Boot findest, der zu dir und Deinen Bedürfnissen passt:

  • Härtegrad
  • Größe & Passform
  • Schnürsystem
  • Board & Bindung
  • Dein Style

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DER FLEX: SOFT, MEDIUM ODER HART

Der Flex des Snowboard-Boots steht für seine Flexibilität, also die Biegsamkeit oder den Härtegrad. Wenn du auf Deinem Board die Richtung wechseln willst, musst du Deine Knie über die Zehenspitzen beugen. Der Flex zeigt an, wie leicht der Boot diese Bewegung zulässt. Generell gilt, je härter der Snowboardschuh, desto größer ist die Kraftübertragung auf das Board. Je weicher, desto wendiger bist du darin.

Wir teilen den Flex in eine Skala von 1-10 ein, von soft bis hart:

Flex Härtegrad
1,2,3 Soft
4,5,6,7 Medium
7,8,9,10 Hard
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Snowboard-Boots sind fast ausschließlich so genannte Softboots. Wo der härteste Softboot an seine Grenzen kommt, werden Hardboots eingesetzt – allerdings nur von Profisportlern im alpinen Bereich, beim Racing oder extremen Carving.

Zwar spielen Körpergewicht und persönliche Vorlieben beim Flex eine Rolle, denn eine schwere Person benötigt beispielsweise einen härteren Snowboard-Boot als eine leichte Person. Viel wichtiger sind allerdings erst einmal Dein Fahrerlevel und Dein Einsatzgebiet.

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FAHRERLEVEL: WIE GUT FÄHRST DU?

Dein Fahrerlevel gibt zunächst den Ausschlag: Wie gut fährst du überhaupt? Bist du Anfänger, Fortgeschrittener oder bereits Experte?
  1. Für Anfänger sind weichere Boots geeigneter. Wer Einsteiger ist, muss erst einmal ein Gefühl für seine Snowboard-Boots entwickeln und wird bei einem soften Flex mit einer höheren Fehlertoleranz belohnt.
  2. Fortgeschrittene sind mit einem mittleren Flex gut beraten, weil sie sich bereits an das Tragen von Snowboard-Boots gewöhnt haben und beim Fahren weniger Fehler machen.
  3. Experten dagegen zieht es meistens zu härteren Boots hin, weil sie stabiler sind, mehr Power bieten und schnellere Reaktionen ermöglichen. In ihnen hast du auch ein viel direkteres Fahrgefühl.
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Boots nach Fahrlevel

BEGINNER

ADVANCED

EXPERT

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EINSATZGEBIET: WO FÄHRST DU?

Freestyler

Freestyler & Jibber, die auf der Piste oder im Funpark unterwegs sind, benötigen einen soften Flex, weil Snowboard-Tricks mit einem weichen Boot einfacher umzusetzen sind. Freestyle-Boots federn Stöße besser ab. Einige sind im Fersenbereich mit einer zusätzlichen Dämpfung versehen.

All-Mountain Rider

All-Mountain Rider benötigen einen mittleren Flex, weil sie ihre All-Mountain Boots für verschiedene Einsatzzwecke am Berg nutzen können, sowohl um Tricks im Park zu machen als auch um auf der Piste zu carven.

Freerider

Für das Tourengehen im Backcountry benötigen Freerider einen steiferen Boot mit einem harten Flex. Freeride-Boots sind insgesamt robuster gebaut und lassen mehr Kraftübertragung beim Aufstieg zu.

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Boots nach Einsatzgebiet

FREESTYLE

ALL-MOUNTAIN

FREERIDE

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DIE SNOWBOARD-BOOT GRÖSSENTABELLE

In erster Linie muss dir der Snowboard-Boot passen. Ist er zu groß, wirst du bei der Fahrt darin herumrutschen. Ist er zu klein, wird schon das Tragen an sich zur Tortur. Deswegen ist es wichtig, Deine Füße richtig auszumessen um die Größe zu ermitteln.

Größenangaben werden bei Snowboard-Boots entweder in EU, US, UK oder in der speziellen Norm Mondopoint angegeben. Die Fußlänge (A) wird bei Mondopoint in Zentimeter (cm) gemessen. In unserer Größentabelle siehst du, welche normale Schuhgröße ungefähr der Deines zukünftigen Boots entspricht. Dabei gilt es zu beachten, dass die Schuhe jedes Herstellers anders ausfallen, da jede Marke unterschiedliche Tabellen hat. Bei uns findest du die Hersteller-Tabellen immer an jedem einzelnen Produkt verlinkt.

Hier findest du zur Auswahl drei Tabellen der Hersteller Burton, Nitro und Salomon. Salomon-Boots sind generell eher schmal geschnitten, die Boots von Burton und Nitro dagegen ein bisschen weiter. Dadurch ergeben sich natürlich kleine, aber wichtige Unterschiede. Außerdem fallen Schuhe bei Männnern und Frauen ganz unterschiedlich aus:

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Größentabelle Herren

EU 40,5 41 41,5 42 42,5 43 43,5 44 44,5 45 46 47 48
Mondopoint, cm 25,5 26 26,5 27 27,5 28 28,5 29 29,5 30 31 32 33
US 7,5 8 8,5 9 9,5 10 10,5 11 11,5 12 13 14 15
UK 6,5 7 7,5 8 8,5 9 9,5 10 10,5 11 12 13 14
EU 40 2/3 41 1/3 42 42 2/3 43 1/3 44 44 2/3 45 1/3 46 46 2/3 47 1/3 48 48 2/3
Mondopoint, cm 26,5 27 27,5 28 28,5 29 29,5 30 30,5 31 31,5 32 32,5
US 8,5 9 9,5 10 10,5 11 11,5 12 12,5 13 13,5 14,5
UK 7,5 8 8,5 9 9,5 10 10,5 11 11,5 12 12,5 13 13,5
EU 40 2/3 41 1/3 42 42 2/3 43 1/3 44 44 2/3 45 1/3 46 46 2/3 47 1/3 48 48 2/3
Mondopoint, cm 26,5 27 27,5 28 28,5 29 29,5 30 30,5 31 31,5 32 32,5
US 8,5 9 9,5 10 10,5 11 11,5 12 12,5 13 13,5 14,5
UK 7,5 8 8,5 9 9,5 10 10,5 11 11,5 12 12,5 13 13,5
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Größentabelle Damen

EU 35 36 36,5 37 38 39 40 40,5 41 41,5 42
Mondopoint, cm 22 22,5 23 23,5 24 24,5 25 25,5 26 26,5 27
US 5 5,5 6 6,5 7 7,5 8 8,5 9 9,5 10
UK 3 3,5 4 4,5 5 5,5 6 6,5 7 7,5 8
EU 35 1/3 36 36 2/3 37 1/3 38 38 2/3 39 1/3 40 40 2/3 41 1/3 42
Mondopoint, cm 22,5 23 23,5 24 24,5 25 25,5 26 26,5 27 27,5
US 5 5,5 6 6,5 7 7,5 8 8,5 9 9,5 10
UK 3,5 4 4,5 5 5,5 6 6,5 7 7,5 8 8,5
EU 35,5 36,5 37 38 38,5 39 40 40,5 41,5 42 42,5
Mondopoint, cm 22,5 23 23,5 24 24,5 25 25,5 26 26,5 27 27,5
US 5 6 6,5 7 7,5 8 8,5 9 9,5 10 10,5
UK 3 4 4,5 5 5,5 6 6,5 7 7,5 8 8,5
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WIE FINDEST DU DIE GEEIGNETE PASSFORM?

Eine gute Passform umschließt den Fuß und unterstützt ihn, ohne irgendwelche Druckstellen zu verursachen. Die Zehen dürfen nicht zu wenig Platz in der Fußkappe haben und die Ferse muss fest sitzen. Wenn du Frontside- und Backside-Turns simulierst, sollte weder Deine Ferse von der Sohle abheben noch Deine Zehen vorne im Schuh anstoßen.

Wenn du den Snowboardschuh das erste Mal anziehst, spürst du ein Engegefühl – das ist aber normal. Mit dem Binden der Schnürsenkel nimmst du schon mal einiges an Druck weg. Im Laufe der Zeit werden sich die Snowboard-Boots ohnehin noch etwas dehnen. Wählst du Deinen Boot nicht eng genug, kann er sich mit der Zeit so stark ausweiten, dass die Fahreigenschaften negativ beeinflusst werden.

INNENSCHUH & FITTING

Während die Schale des Snowboard-Boots vor allem den Halt bietet, wirkt der Innenschuh als Polsterung und Isolation vor der Kälte. Er ist aus einem weicheren Schaum-Material gefertigt und kommt entweder mit oder ohne eigene Schnürung.

Bei einem Boot-Fitting kann der Innenschuh mittels Hitze formbar gemacht und so gerade an Problemfüße angepasst werden, um Druckstellen zu vermeiden. Man spricht auch vom Thermoformen oder vom Aufbacken der Schuhe. Bedenke, dass du Deine Boots trotz des Fittings immer eintragen solltest, bevor du damit fährst. Das reicht auch für 1-2 Stunden beim Bügeln oder Fernsehen zuhause. Durch häufiges Fahren passen sie sich immer mehr an Deine Fußform an.

SOCKEN

Snowboardsocken sind die perfekte Verbindung zwischen Fuß und Innenschuh. Sie haben dafür genau die richtige Länge und Dicke. An den entscheidenden Stellen sind sie extra gepolstert, um den Druck auf Deine Füße zu verringern. Du solltest niemals ein paar übereinander tragen, weil das ihre Funktionsweise unterbinden würde. Wollsocken oder Winterstrümpfe sind zum Snowboarden eher nicht geeignet.

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WAS IST DAS BESTE SCHNÜRSYSTEM?

Wenn du dir viele Snowboard-Boots anschaust, wird dir als erstes die Schnürung auffallen. Sie hat viel mit dem Style der Boots zu tun, aber auch mit dem Handling. Bevorzugst du eher den Retro-Look oder magst du es moderner? Wie schnell und unkompliziert möchtest du im Snowboard-Urlaub unterwegs sein?

KLASSISCHE SCHNÜRSENKEL

Klassische Schnürsenkel werden individuell gebunden, ähnlich wie bei Wanderschuhen. Die Schnürsenkel lassen sich bei Verschleiß leicht ersetzen. Der große Nachteil ist, dass du für die Schnürung Deine Snowboard-Handschuhe ausziehen musst und du im Zweifelsfall länger brauchst als bei den anderen Schnürsystemen.

SCHNELLSCHNÜRUNG (SPEED LACING)

Speed Lacing ist eine Schnellschnürung, die in verschiedenen Varianten existiert. Du musst keine Schnürsenkel umständlich durch Ösen oder Haken führen, sondern kannst einfach an der Schlaufe ziehen und das System später wieder lockern. Das Ganze lässt sich auch mit Handschuhen bedienen. Bei der Zwei-Zonen-Schnürung ist sogar eine separate Einstellung von Schaft und Vorderfuß möglich. Je nachdem, wo du es enger magst, ziehst du einfach ein wenig stärker.

BOA® SCHNÜRUNG

Die Boa® Schnürung ist ein spezielle Schnellschnürung, die mit einem Drehrad eingestellt wird. Das eingezogene Stahlseil zieht daraufhin den Snowboardschuh zusammen. An sich ist die Schnürung mit dem Rad leicht anzupassen, aber man kann es auch übertreiben und zu stark daran drehen. Wichtig ist, den richtigen Druckpunkt zwischen locker und fest zu finden. - Bei Boa gibt es ebenso wie bei anderen Speed Lacings eine einfache und eine separate Schnürung, entweder als Single-Boa- oder Dual-Boa-System. Falls das Seil kaputt geht, was selten vorkommt, ist eine Reparatur allerdings nur beim Spezialisten möglich.



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BOOTS NACH SCHNÜRUNG

KLASSISCH

SPEED

BOA®

WIE PASSEN BOARD, BINDUNG & BOOT ZUSAMMEN?

Die Schuhgröße von Boot & Bindung muss aufeinander angepasst sein, sonst werden Deine Turns beim Fahren erschwert. Zwischen Boot und Bindung sollte keine Lücke zu sehen sein. Der Schuh muss an der Ferse anliegen und die Zehenspitzen dürfen nicht zu weit über die Kanten der Bindung ragen. Perfekt ausgeklügelt ist in dieser Hinsicht das BURTON Step On System: Hier bildet der Boot eine feste Einheit mit der Bindung – eine Errungenschaft vor allem für All-Mountain Rider.

Wenn Dein Snowboard-Boot länger als das Board breit ist, streift er beim Fahren im Schnee – das gilt es unbedingt zu vermeiden. Vergleiche deshalb die Länge des Boots mit der Mittelbreite des Boards. Falls der Boot gleich lang oder länger ist, benötigst du schon ein Wideboard. Das ist ab einer Snowboard-Boot-Größe von EU 44 der Fall, kann aber eventuell schon ab EU 43 mit einem langen Boot eintreten. Bei der Auswahl Deines passenden Snowboards stehen wir dir natürlich auch gerne zur Seite.

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ZUSAMMENGEFASST: PERFEKTE SNOWBOARD-BOOTS

Mit dem richtigen Flex, Deiner individuellen Größe und Passform, sowie Deinem bevorzugten Schnürsystem, findest du den perfekten Snowboard-Boot. Stylisch muss er natürlich sein und zu Bindung und Board passen. Egal ob in schwarz, in knalligen Farben oder cooler Leder-Optik – wenn er dir richtig sitzt und dein ganzes System aufeinander abgestimmt ist, dann wirst du lange Deine Freude mit ihm haben. Finde Deinen perfekten Snowboard-Boot bei Planet Sports und dann ab mit dir ins Wintervergnügen!

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HOL DIR JETZT DEINEN BOOT!

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