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DR. MARTENS Schuhe

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Aus Sicherheitsschuhen wird ein Kult

Die berühmten Dr. Martens Schuhe, gleichermaßen bevorzugt von Skins, Punks und in der Goth-Szene, waren ursprünglich Schuhe, die von Arbeitern, Briefträgern, Soldaten und Polizisten getragen wurden.

 

  • ▶ Direkt nach dem Krieg als Sicherheitsschuhe entwickelt
  • ▶ Damals von Frauen über 40 getragen
  • ▶ Politisches Bekenntnis mit Schuhen

 

Wussten Sie, dass die Dr. Martens Schuhe ursprünglich als Sicherheitsstiefel entwickelt wurden?

Der Arzt Klaus Märtens entwickelte die ersten Stiefel, die später nach ihm benannt wurden, bereits kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Er wollte sichere Schuhe für Arbeiter entwickeln, deren Sohle trotzdem biegsamer sein sollte als die Stiefel, die von den Arbeitern bisher getragen worden waren. Während alle Menschen in den Trümmern nach Wertgegenständen suchten, wählte er die Leisten und schusterte ein Paar Stiefel mit luftgepolsterten Sohlen. Mit diesen ging er zu einem ehemaligen Studienkollegen, Herbert Funck, der als Luxemburger nicht von den Sanktionen der Besatzungsmächte betroffen war. 1947 begann die erste Produktion, und nur drei Jahre später wurde in München die erste Fabrik für Dr. Martens eröffnet.

 

Viele ältere Frauen trugen die Schuhe

Da die Dr. Martens stabil und bequem zugleich waren, es zudem in dieser Zeit nicht ganz so sehr auf Schönheit, sondern eher auf praktische Verwendung ankam, waren es nicht nur Arbeiter und Briefträger, sondern auch viele Frauen im Alter von 40 Jahren und mehr, die diese festen Schuhe trugen und ihnen mit zu ihrem ersten Erfolg verhalfen. Die Münchener Unternehmer machten Werbung nicht nur in Deutschland, sondern auch in England. Dort sah Bill Griggs, Geschäftsführer des Traditionsunternehmens Griggs Co., die Werbung für die Dr. Martens. Er erwarb die Lizenz, damit er die weicheren Sohlen der Arbeitsschuhe produzieren konnte. Allerdings führte er ein neues Design für die Schuhe ein. Jetzt bekamen sie die hohe Lederkappe über den Zehen, mit denen diese geschützt werden sollten. Griggs ließ die Dr. Martens mit einem gelben Faden nähen, der bis heute verwendet wird und zum Markenzeichen wurde. Acht Löcher zum Schnüren hatten die ersten englischen Dr. Martens, die ab April 1960 produziert wurden.

 

Politisches Bekenntnis mit Dr. Martens

Gerade im konservativen England wurden die Dr. Martens schnell zu populären Schuhen und von Arbeitern, Polizisten und Soldaten getragen. Die später produzierte Variante mit den drei Löchern wurde beispielsweise von den Postboten bevorzugt. Die Schuhe vereinten bereits damals eine große Bequemlichkeit mit einer extremen Strapazierfähigkeit. Diese Merkmale sind es, die die Dr. Martens noch heute auszeichnen. Ob Benzin, Säure oder Öl: Den Schuhsohlen aus Gummi machte der Kontakt mit diesen Stoffen nichts aus, während Ledersohlen ihnen nicht lange standhielten. Das Leder der Schuhe wurde mit einer dicken Wachsschicht gegen Wasser geschützt. So blieben die Füße in den Dr. Martens immer trocken. Die typische Form der Dr. Martens Schuhe ist übrigens immer noch so, wie sie bereits vor mehr als 50 Jahren entwickelt wurde, nur die Farben, Höhen und Größen variieren. Als Tony Benn die Sozialisten im britischen Parlament vertrat, trug er Dr. Martens und war damit der Erste, der mit den Schuhen eine Botschaft übermitteln wollte, so wie Joschka Fischer später die Turnschuhe trug. Schließlich vertrat Benn die Arbeiter und Gewerkschafter im britischen Parlament.

 

Die Dr. Martens werden Kult

Skins, Mods, Punks, Goth: Viele Gruppierungen entdeckten die martialisch wirkenden Dr. Martens und okkupierten sie. Je nachdem, welcher Richtung sie angehörten, polierten sie die Schuhe oder ließen sie antiquarisch wirken. Seit ungefähr neun Jahren gibt es eine Vintage-Serie von Dr. Martens, mit denen sich das echte Tragegefühl aus der Protestzeit gegen den Vietnam-Krieg erleben lässt. Das war nämlich der erste Auftritt der Dr. Martens in der Szene der Skins. Im Oktober 2013 hat der Finanzinvestor Permira die Griggs-Werke übernommen und lässt selbstverständlich die Kultschuhe weiter produzieren.